Rhum

Zuckerrohr-Vielfalt aus aller Welt.

Mit R(h)um in Drinks kommt nicht nur die Karibik nach Deutschland. Darüber hinaus sollten manche gelagerte R(h)ums auch pur genossen werden.

Vorab: Rum ist die englische Schreibweise, während der feine Tropfen aus Zuckerrohr in den französischen Kolonien als Rhum bezeichnet wird.

Die Geschichte des R(h)ums reicht sehr weit zurück: Zuckerrohr ist eine der ersten Kulturpflanzen der Welt und in Asien heimisch. Christoph Kolumbus war es, der im Jahre 1494 die bis zu 6 Meter hohe Zuckerrohrpflanze in die Karibik brachte und damit den Grundstein für ihren Anbau legte. Aber erst im 17. Jahrhundert entdeckten Sklaven, die auf den Zuckerrohrplantagen arbeiteten, dass Melasse, ein Nebenprodukt der Zuckerproduktion, zu Alkohol fermentiert werden konnte.

Später wurden durch Destillation Unreinheiten beseitigt, was zwangsläufig Alkohol konzentrierte – der erste wahre Rum war geboren. Kurz darauf kam es zu einem echten Boom, als auf den Karibik-Inseln von Jamaika über Haiti bis Kuba Rum produziert wurde. Vor dem amerikanischen Unabhängigkeitskrieg soll in den amerikanischen Kolonien jeder Mann, jede Frau oder jedes Kind 14 Liter Rum im Jahr getrunken haben. Und auch nach dem Unabhängigkeitskrieg floss der Rum in Strömen. Sogar George Washington bestand auf ein Fass Barbados-Rum bei seiner Amtseinführung. In der Folgezeit spielte Rum weiterhin eine wichtige Rolle im politischen Leben. So versuchte man bei Wahlen Sympathien zu gewinnen, weil man großzügig Rum ausschenkte.

Die verbreitete Verbindung zwischen Rum und Piraterie entstand durch den regen Handel der Briten mit Rum. Viele der Briten wurden Piraten und behielten Ihre Rum-Zuneigung. Spätestens durch Robert Louis Stevensons „Schatzinsel“ wurden beide noch häufiger assoziiert. Auch die Royal Navy fand großen Gefallen am Rum. Die tägliche Ration Cognac, die ihre Matrosen zuvor getrunken hatten, wurde Ende des 17. Jahrhunderts durch eine Ration Rum ersetzt.

Manchmal wurde Rum auch mit Schießpulver getrunken, um Solidarität zu Rebellen zu zeigen oder einen Schwur abzulegen. Von dieser Art des Konsums ist selbstredend abzuraten. Rum lässt sich auch ohne derartigen Unsinn auf vielfältigste Weisen genießen, sodass ohnehin jeder Geschmack bedient wird. In der Karibik hat der Rum jeder Insel und jedes Produktionsgebietes seinen eigenen Stil und Charakter. Die Rums der Spanisch-sprachigen Inseln wie Cuba und Panama sind meist weich und samtig. Für dunklere, kräftigere Rums sind die Englisch-sprachigen Inseln wie Barbados und Grenada bekannt. Sehr leicht und direkt aus dem Zuckerrohr gewonnen werden die Rums, für die der Französisch-sprachige Teil der Karibik bekannt ist, die Rhum Agricole.

Quelle: BORCO-MARKEN-IMPORT MATTHIESEN GMBH & CO. KG

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Zuckerrohr-Vielfalt aus aller Welt.

Mit R(h)um in Drinks kommt nicht nur die Karibik nach Deutschland. Darüber hinaus sollten manche gelagerte R(h)ums auch pur genossen werden.

Vorab: Rum ist die englische Schreibweise, während der feine Tropfen aus Zuckerrohr in den französischen Kolonien als Rhum bezeichnet wird.

Die Geschichte des R(h)ums reicht sehr weit zurück: Zuckerrohr ist eine der ersten Kulturpflanzen der Welt und in Asien heimisch. Christoph Kolumbus war es, der im Jahre 1494 die bis zu 6 Meter hohe Zuckerrohrpflanze in die Karibik brachte und damit den Grundstein für ihren Anbau legte. Aber erst im 17. Jahrhundert entdeckten Sklaven, die auf den Zuckerrohrplantagen arbeiteten, dass Melasse, ein Nebenprodukt der Zuckerproduktion, zu Alkohol fermentiert werden konnte.

Später wurden durch Destillation Unreinheiten beseitigt, was zwangsläufig Alkohol konzentrierte – der erste wahre Rum war geboren. Kurz darauf kam es zu einem echten Boom, als auf den Karibik-Inseln von Jamaika über Haiti bis Kuba Rum produziert wurde. Vor dem amerikanischen Unabhängigkeitskrieg soll in den amerikanischen Kolonien jeder Mann, jede Frau oder jedes Kind 14 Liter Rum im Jahr getrunken haben. Und auch nach dem Unabhängigkeitskrieg floss der Rum in Strömen. Sogar George Washington bestand auf ein Fass Barbados-Rum bei seiner Amtseinführung. In der Folgezeit spielte Rum weiterhin eine wichtige Rolle im politischen Leben. So versuchte man bei Wahlen Sympathien zu gewinnen, weil man großzügig Rum ausschenkte.

Die verbreitete Verbindung zwischen Rum und Piraterie entstand durch den regen Handel der Briten mit Rum. Viele der Briten wurden Piraten und behielten Ihre Rum-Zuneigung. Spätestens durch Robert Louis Stevensons „Schatzinsel“ wurden beide noch häufiger assoziiert. Auch die Royal Navy fand großen Gefallen am Rum. Die tägliche Ration Cognac, die ihre Matrosen zuvor getrunken hatten, wurde Ende des 17. Jahrhunderts durch eine Ration Rum ersetzt.

Manchmal wurde Rum auch mit Schießpulver getrunken, um Solidarität zu Rebellen zu zeigen oder einen Schwur abzulegen. Von dieser Art des Konsums ist selbstredend abzuraten. Rum lässt sich auch ohne derartigen Unsinn auf vielfältigste Weisen genießen, sodass ohnehin jeder Geschmack bedient wird. In der Karibik hat der Rum jeder Insel und jedes Produktionsgebietes seinen eigenen Stil und Charakter. Die Rums der Spanisch-sprachigen Inseln wie Cuba und Panama sind meist weich und samtig. Für dunklere, kräftigere Rums sind die Englisch-sprachigen Inseln wie Barbados und Grenada bekannt. Sehr leicht und direkt aus dem Zuckerrohr gewonnen werden die Rums, für die der Französisch-sprachige Teil der Karibik bekannt ist, die Rhum Agricole.

Quelle: BORCO-MARKEN-IMPORT MATTHIESEN GMBH & CO. KG

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